Juli 25, 2011 · 0 Kommentare
Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, mit Melamin-Besteck zu kochen.
Untersuchungsergebnisse des BfR und der Landesbehörden haben gezeigt, dass Teller und andere Gebrauchsgegenstände aus Melaminharz beim Kochen von säurehaltigen Lebensmitteln, wie z.B. Obst und Gemüse, Melamin und Formaldehyd freisetzen können.
Melamin kann toxische Auswirkungen auf die Blase haben, Formaldehyd wirkt (schleim-)hautreizend.
Die freigesetzten Mengen lagen zum Teil über den Migrationsgrenzwerten.
Aus Sicht des BfR sind Melamin-Produkte daher nicht zum Braten, Kochen sowie zur Verwendung in Mikrowellen geeignet, weil gesundheitlich bedenkliche Mengen an Melamin und Formaldehyd auf Lebensmittel übergehen können.
Beim Einfüllen von heißen Getränken und Speisen sieht das BfR jedoch keine gesundheitlichen Bedenken, weil die Temperaturen dabei nicht längere Zeit über 70 °C liegen.
Eine Kennzeichnungspflicht für Geschirr und Küchenutensilien aus Melaminharz gibt es nicht. Ein Hinweis auf Melamin findet sich aber in vielen Fällen auf den Gegenständen selbst oder auf der Verpackung.
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Autor: Menshelp