Gesundheit

Blutdruck – was ist normal?

Februar 23, 2012   ·   1 Kommentar

stetoskop

Der Blutdruck misst die Kraft, die vom Blut auf die Arterien- und Venenwände ausgeübt wird.

Der Blutdruck beträgt normalerweise bei Jugendlichen und Erwachsenen 120/80 mmHg. Der erste Wert ist der systolische Wert (Druck während das Herz anspannt und in der unmittelbar folgenden Austreibungszeit; auch Kammersystole genannt).

Der zweite Wert heißt diastolischer Wert (misst den Druck während das Herz erschlafft und aufgefüllt wird).

Blutdruck Systolisch (mmHg)  Diastolisch (mmHg)
Optimal > 120 > 80
Normal > 130 > 85
Hoch normal 130 bis 140 85 bis 90
Bluthochdruck >140 > 90

Quelle für Abbildung: http://www.netdoktor.de/Diagnostik+Behandlungen/Untersuchungen/Blutdruckmessung-215.html

Tipps zur korrekten Messung:

Ein eigenes Blutdruckmessgerät zu besitzen ist sehr sinnvoll. Denn mit diesem können Sie regelmäßige Messungen zu Hause durchführen. Zum einen hat das den Vorteil, dass Sie den Blutdruck in einer entspannten Umgebung und stets in der gleichen Position messen können und zum anderen können Sie so besser erkennen, ob sich Ihr Blutdruck auffallend verändert. Der Preis für ein zuverlässiges Messgerät bewegt sich im Bereich von 20 bis 40 Euro.

-          Vor jeder Messung sollten Sie eine dreiminütige Ruhepause einlegen, da Aufregung das Ergebnis verfälscht.

-          Deswegen mindestens eine Stunde vorher auch nicht rauchen, Alkohol, Tee oder Kaffee trinken.

-          Am besten messen Sie den Blutdruck morgens und immer in der gleichen Position (liegend oder sitzend).

-          Messen Sie am richtigen Arm auf der richtigen Höhe, das heißt auf der Höhe Ihres Herzens.

-          Gemessen wird am Arm mit dem höheren Blutdruck.

-          Manschette sollte nicht zu eng und nicht zu weit sein.

Es gibt eine Menge Faktoren, die den Blutdruck beeinflussen können, auch das Alter spielt dabei eine Rolle. Eine Alte Faustregel besagt für den systolischen Druck: Alter+ 100.

Weitere Ursachen sind die genetische Vorbelastung (hoher Blutdruck ist erblich bedingt), zu hoher Salzkonsum, Überernährung beziehungsweise Übergewicht und Bewegungsmangel. Zu hoher Alkoholkonsum, zu wenig Kaliumaufnahme oder Stress können ebenfalls Ursachen für einen zu hohen Blutdruck sein. Männer neigen im Übrigen zu hohem Blutdruck als Frauen.

Zu hoher Blutdruck (Hypertonie)

Leider wird ein zu hoher Blutdruck oft er sehr spät entdeckt, da der Betroffene eher wenige körperliche Anzeichen zeigt. Mögliche Anzeichen sind Kopfschmerzen, Ohrpochen und sehr auffälliges Herzklopfen sowie Nervosität.
Wer bei den Messungen zuhause einen dauerhaft zu hohen Blutdruck (über 140/90 mgHg) feststellt, sollte damit einen Arzt aufsuchen, da dieser gefährlicher für den Körper ist, als ein zu niedriger Blutdruck.

Dauerhaft können ernste Organ- und Gefäßschäden entstehen, außerdem erhöht er die Gefahr für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.
Oft wird vor oder neben der Verschreibung von blutdrucksenkenden Medikamenten dann eine Diät verordnet. Dabei soll der Patient vor allem auf Alkohol, Rauchen und sehr salz- oder fetthaltige Lebensmittel verzichten. Stressbedingter Bluthochdruck kann mit Hilfe von Körperlicher Bewegung und Sport oder durch Entspannung in einem Urlaub oder einer Kurreise abgebaut werden.

Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Zu niedrigen Blutdruck (unter 105 zu 60 mmHg), erkennen die Betroffen oft eher als einen zu hohen Blutdruck, da sich dieser durch körperliche Schwäche, wie Müdigkeit, Schwindelgefühl oder das „Sternchen sehen“ bemerkbar macht. Jedoch ist eine Behandlung durch Medikamente nicht nötig. Am wirksamsten sind alle Maßnahmen, die den Kreislauf wieder in Schwung bringen. Zum Beispiel: Bewegung, frische Luft, viel Trinken, die Beine hochlegen oder Wechselduschen.

Allerdings kann ein dauerhaft zu niedriger Blutdruck auch ein Symptom für eine Erkrankung sein. Deshalb sollte bei einem dauerhaft schwachen Blutdruck dennoch der Arzt aufgesucht werden.

Autor:


Kommentare (1)