Oktober 23, 2012 · 0 Kommentare
Und wieder entert James Bond die Kinoleinwände auf der ganzen Welt und wieder scheint er auf dem diffizilen Terrain der Männermode neue Standards zu setzen. Vor ziemlich genau einem halben Jahrhundert schlüpfte Sean Connery zum ersten Mal in die Rolle des von Ian Fleming ersonnenen Geheimagenten und legte dem skrupellosen Dr. No das Handwerk.
Im 23. Leinwandabenteuer des galanten wie chauvinistischen Übermannes darf Daniel Craig erneut zeigen, was in ihm steckt. Auch die Modemacher werden wieder unter den Zuschauern sein!
Mode für gestandene Männer
Stilvolle Massanzüge, mondäner Chic und zeitlose Klassiker – die Kleider des wohl berühmtesten Geheimagenten der Welt sind uns fast so gut im Gedächtnis geblieben wie seine Sportwagen.
Dabei war nicht alles, was in den 50 Jahren 007 von den Hauptdarstellern aufgetragen wurde, wirklich zeitlos. Der knallblaue Frottee-Strampler, den Connery in Goldfinger, dem vielleicht besten Bond-Film aller Zeiten, mit betonter Lässigkeit präsentierte, wirkt heute unfreiwillig komisch.
Das Rüschenhemd, das George Lazenby in seinem einzigen Bond-Abenteuer trug – ein Relikt der ausgehenden 60er Jahre – wurde später von Mike Myers in “Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat” noch einmal hervorgeholt. Vor allem die modischen 70er spiegelten sich auch in den James-Bond-Filmen wieder.
Zu dieser Zeit verkörperte gerade Roger Moore den schneidigen MI6-Agenten und setzte Mode-Maflstäbe. So trug James Bond natürlich auch Schlaghosen und farbige Anzüge, mit denen sich heutzutage vermutlich kein Oberkellner mehr auf die Strafle trauen würde.
Besonders elegant waren auch die Leinwandauftritte des vorletzten Bonds – Pierce Brosnan. Er lief, wie vor ihm schon Timothy Dalton, auch schon mal die Krawatte/Fliege weg, nur um dann später auf einem festlichen Bankett wieder im schneidigen Gesellschaftsanzug zu erscheinen. Heute wirkt James Bond wieder wie ein Dressman, doch beileibe nicht überkandidelt! Seine Anzüge sind schlicht, stilvoll, leger und wirken an Daniel Craig sogar irgendwie sportlich.
Retro geht eigentlich immer
Die schlichte Mode des heutigen Bonds mag gut aussehen, doch schwerlich wird sie uns ähnlich in Erinnerung bleiben wie die Dinnerjackets von Roger Moore oder das offene Hemd, aus dem das üppige Brusthaar von Sean Connery hervorlugte. Und so ist es auch kaum verwunderlich, dass die Mode der 60er, 70er und auch der 80er Jahre immer wieder den Weg zurück in die Boutiquen findet.
Wie man die Kleiderwahl des 007 aus dem Jahr 2012 in Zukunft bewerten wird, bleibt abzuwarten. Die Designer scheinen sich auf jeden Fall darum zu reiflen, den Superagenten ausstatten zu dürfen. Auf diese Werbung will natürlich niemand verzichten.
Autor: Menshelp