Spermafarben und was sie bedeuten

Sperma ist ein komplexes Gemisch aus den Sekreten mehrerer Drüsen. Ca. 75% des Spermavolumens werden in den Samenblasen produziert. Die Prostata produziert die restlichen 25% flüssige Bestandteile, in ihrem Sekret finden sich z.B. Enzyme und Fette. In den Hoden werden schliesslich die Spermien gebildet.

Das frische Ejakulat eines gesunden Mannes ist milchig-trüb-weiß, leicht glänzend, riecht nach Kastanienblüten, besitzt einen pH zwischen 7 und 7,8 und ist mit glasigen klebrigen Fäden durchsetzt.

Die Farbe des Spermas variiert mit der Ejakulationshäufigkeit. Farbvariationen zwischen weißlich und leicht gelblich sind beim Sperma deshalb nicht ungewöhnlich.

Glasklar: 

Noch vor der Ejakulation tritt eine klare Flüssigkeit aus? Kein Grund zur Sorge, denn milchig-weiß ist erst der eigentliche Samenerguss. Die so genannten Lusttröpfchen vorab sind immer glasklar.

Hat das Sperma aber eine andere Farbe als weiß, sollte man dies abklären lassen.

Folgende Spermafarben sollte man überprüfen lassen:

Spermafarbe Gelb:

Die Farbe kommt vom Urin, wenn der Blasenschließmuskel geschwächt oder die Prostata vergrößert. Ein Urologe sollte sich das anschauen, wenn es öfters vorkommt.

Spermafarbe Braun:

Wirkt das Sperma milchig-bräunlich oder sieht eitrig aus, sollte man die Prostata und Samenblasen auf eine Infektion untersuchen lassen.

Spermafarbe Rot:

Die rötliche Farbe deutet auf Blut hin. Das kann vorkommen und ist noch kein Alarmsignal. Es kann eine kleine Ader in der Prostata geplatzt sein (bei Männern ab 40 häufig).
Kommt das jedoch bei jedem Erguß vor, sollte ein Urologe sich das anschauen. Es kann eine Entzündung, erhöhter Blutdruck oder gar Prostatakrebs dahinterstecken.

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  • milk-1463430_1280: Pixabay

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