Wie ein Mensch altert

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Wie der Mensch altert: Mit dem Altern verbinden wir meistens all die negativen Veränderungen unserer körperlichen und geistigen Fähigkeiten im Laufe des Lebens.

Schon ab einem Alter von etwa 30 Jahren sinkt unser Grundumsatz an Energie, unsere Nervenbahnen leiten Reize langsamer weiter und unser Gehirngewicht nimmt langsam ab. Unser Körper verändert sich durch Gewichtszunahme und Muskelabbau - mit 80 Jahren sind 50 Prozent der Muskelmasse geschwunden, die geistigen Fähigkeiten lassen nach:

Je älter wir werden, desto schwerer können wir uns räumlich orientieren, unser Reaktionsvermögen wird langsamer, wir lernen schlechter, können uns weniger merken und weniger gut mit Zahlen umgehen.

Das Altern hat jedoch auch positive Folgen. Es gibt sie wirklich, die sogenannte Altersweisheit: Im Alter zwischen 70 und 80 Jahren können wir zum Beispiel sehr viel besser logische Schlussfolgerungen ziehen und - bei in etwa gleichbleibender Wortflüssigkeit - schneller die Bedeutung vonWorten erfassen als mit 30.

"Das biologische Alter muss zudem nicht unbedingt dem kalendarischen Alter entsprechen", sagt Dr. med. Ramona Ullmann, Geriaterin und Ärztliche Direktorin in der HELIOS Klinik Berching. "Das Altern ist von vielen Faktoren abhängig, verläuft nicht gleichmäßig und ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich." Es gibt äußere und innere Einflüsse, die negativ auf den Alterungsprozess einwirken können: Krankheiten, Umwelteinflüsse, Bewegungsmangel, Fehlernährung oder Suchtmittelkonsum.

Welche Faktoren bestimmen, wie alt wir werden?

Alterswissenschaftler gehen davon aus, dass die Gene zu 25 Prozent beeinflussen, wie alt ein Mensch wird und wie gesund er im Alter ist. Entscheidender ist jedoch die Lebensweise: Sie bestimmt zu etwa 50 Prozent unser Altern.

Hierzu zählt auch die kulturelle Vererbung wie die Lebensweise der Eltern, die uns von Kindesbeinen an prägt. "Gesünder leben zahlt sich in jedem Alter aus. Natürlich spielt auch die medizinische Versorgung eine Rolle, wenn es darum geht, wie alt jemand wird. Dennoch werden manche Menschen älter als andere, ohne dass es Erklärungen dafür gibt. Das ist bis heute Gegenstand der Forschung", sagt Dr. Ullmann.

Eine Reihe verschiedener komplexer, oft noch unverstandener Mechanismen sind für das Altern verantwortlich. Sie beeinflussen und begrenzen die Lebensdauer von biologischen Systemen wie Zellen, den daraus aufgebauten Organen, Geweben und Organismen. Schlüsselfunktionen im Alterungsprozess des menschlichen Körpers haben zum Beispiel das Kollagen, die Zytokine und die Telomere.

Bislang gibt es aber weder ein Medikament noch eine Zauberformel um das Altern aufzuhalten.

Was jeder Mensch jedoch mit einer gesunden Lebensweise beeinflussen kann, ist seine Beweglichkeit im Alter: durch regelmäßigen Sport.

Homepage: http://www.helios-kliniken.de

Quelle Text: HELIOS Kliniken GmbH

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