März 30, 2012 · 2 Kommentare
Bis der Tod uns scheidet….
oder der Scheidungsanwalt, wobei die zweite Option hierbei deutlich überwiegt, was bei dem heutigen inflationären Gebrauch der Institution Ehe niemanden verwundern mag.
Die Welt ist in Eile und das schlägt sich sich auch auf das Beziehungsleben nieder. Anstatt einen Menschen wirklich erst mal kennenzulernen, wird nicht selten schon im ersten Jahr geheiratet, eine gemeinsame Wohnung bezogen und über (weiteren) Nachwuchs phantasiert.
Aber warum? Torschlusspanik? – oder ist es das Überangebot an potentiellen Partnern resp. die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme, insbesondere in der virtuellen Welt, die das „wahre“ Kennenlernen unnötig erscheinen lassen.
Keine Frage, die hier verlässlich beantwortet werden kann, jedoch belegen die steigenden Scheidungsraten der vergangenen Jahre, dass allzu viele Ehebündnisse wohl doch zu überhastet geschlossen wurden.
Schnell heiraten, schnell scheiden lassen
Alsbald Amor keine Pfeile mehr im Köcher hat und auch der letzte Funke Liebe verflogen ist, wird der Schrei nach Trennung laut. Im Falle einer vorherigen Eheschließung sind hiermit jedoch ein Bündel an Fragen verbunden.
Wie gestaltet sich der Versorgungsausgleich? Wie hoch soll der Unterhalt sein? Wie regelt man das Sorgerecht für die Kinder?
Nicht selten entwickeln sich hieraus Streitfragen, die die Prozedur der Scheidung zur Qual werden lassen. Liebe und Hass sind zuweilen eben nicht so weit voneinander entfernt wie man glauben möchte. In diesen Fällen rückt eine schnelle Scheidung in weite Ferne, allen anderen winkt mit der Online-Scheidung eine günstige Alternative.
Online-Scheidung – Scheidung am PC?
Zugegeben – viele Menschen würden sich heutzutage nicht wundern, erhielte man sein Scheidungsurteil per E-Mail oder SMS. Dieses ist mit der Online-Scheidung jedoch nicht gemeint. Der Zusatz online bezieht sich auf die Kommunikationsform mit seinem Scheidungsanwalt, die in diesem Kontext vornehmlich per E-Mail, Fax sowie Telefon realisiert wird. Dieses soll, anstelle von lästigen und mitunter langen Fahrten ins Anwaltsbüro, letztlich zu einer Zeit- und Kostenreduktion führen. Hinzu kommt, dass die Angelegenheiten schneller bearbeitet werden können und sich somit die Gesamtdauer der Scheidung verkürzen kann.
Online-Scheidung – Für Jedermann geeignet?
Die Beantwortung dieser Frage konnte bereits weiter oben erahnt werden. Die Online-Scheidung kommt fast ausschließlich für Paare in Frage, die sich bereits in den essentiellen Punkten einer Scheidung einig sind. Hierzu zählen unter anderen der Versorgungsausgleich, das Sorgerecht sowie der Unterhalt.
Angesichts des Sachverhaltes ist zudem die Art und Weise der Kommunikation gewöhnungsbedürftig. Obwohl man bereits vieles online erledigt, erscheint die direkte face-to-face Beratung im Falle einer Scheidung als erstrebenswerter. Dies muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden, gleichwohl sind die Vorteile der Online-Scheidung evident.
Bild: SXC theswedish
Autor: Menshelp
Ich glaube diese Möglichkeit ist etwas positives. Vor allem wenn ein Teil der Eheüartner im Ausland lebt und keinen geeigenten Scheidungsanwalt erreichen kann. Neuerdings soll es sogar eine App zur Veranlassung Scheidung geben – auch ein sehr interessantes Thema!